Berichte von Treffen
Blieskastel 2010
Auf dem Oldtimertreffen in Blieskastel scheint –trotz dass es so klasse ist – ein Fluch zu liegen, zumindest für mich. Im letzten Jahr verunsicherte mich das Dieselross mit übermäßigem Qualm und ich nahm lieber den 423 von meinem Vater mit dem kleinen Deutz auf dem Anhänger. Dieses Mal verließ mich mein Dieselross wieder, aber erstmal von vorne. 8 Uhr aufstehn, denn um 9:30 Uhr sollte Treffpunkt bei Firma Engel sein. Das Dieselross steht nur unweit von dort bei Vereinskollege Stefan und so begab ich mich um 8:45 Uhr auf den Weg dort hin. Wie auch im letzten Jahr hab ich getobt ohne Ende wegen so einem sch… Mountainbikemarathon (Fahrräder fürs Gelände !) für den alle Straßen rund um meinen Wohnort gesperrt sind und man nur noch über Rohrbach raus kommt und ewige Umwege in Kauf nehmen muss nur weil an den anderen Ortsausgängen die Straßen auf einer länge von vllt. 50 m gesperrt sind. Eine Frechheit ! Naja, mit der Umleitung über Timbuktu kam ich dann endlich in Ormesheim an und hab das Ladegerät von der Dieselross-Batterie abgemacht und wollte starten. Nach 4 oder 5 Umdrehungen war die Batterie wieder leer. Na toll !
Also absteigen, mit dem Auto die Feldwegabkürzung nach Ensheim und den anderen bescheid sagen. Auf Markus’ Firmenhof standen dann auch schon selbiger, sowie Birgit, Kevin und Matthias. Auf Roman wurde noch gewartet.
Auf dem Heimweg versuchte ich mit dem Auto herauszufinden ob ich durch den Wald evtl. die Straßensperrung umfahren kann : denkste, denn dort wo diese Räder normal hingehören – in den Wald – war natürlich auch gesperrt. Also doch die Umleitung über Timbuktu fahren und ab zum Favorit. Dieser war von Queidersbach noch dreckig wie sau, aber das war jetzt zweitrangig. Die Spiegel vom Bauwagenbetrieb wurden abmontiert und dann Vollgas voraus über Kirkel nach Blieskastel. Dort war der Rest unserer Truppe auch gerade angekommen und mit mir war man vollzählig.
Also erstmal allemann angemeldet und dann das getan was man bei so Tagestreffen halt tut. Bierchen trinken, ne Currywurst essen usw. Ihr kennt das ja
Roman musste zig Lanz-Startvorführungen absolvieren und Markus, Birgit, Kevin und ich machten uns auf in ein nahegelegenes gutes Restaurant. Die waren an dem tollen sonnigen Tag auch ziemlich überfordert und so mussten wir fast eine Stunde auf unser essen warten. Naja, seis drum.
So ging die Zeit auch rum. Gegen 15 Uhr machte sich die „Ensheimer Truppe“ dann auch schon wieder auf den Weg, da wir dem Kneippverein versprochen hatten ihre Bühne bei der heutigen Veranstaltung abzubauen. Ich blieb noch ein wenig, denn ich wollte die Prämierung abwarten.
Markus war dann auch einer der Gewinner, nämlich der des ältesten Traktors auf dem Platz mit seinem Lanz 7506 Baujahr 1936. Da Markus aber nicht mehr da war ging der Preis an einen Lanz 3506 von 1940.
Der Gewinner des „Jüngster Fahrer“ Preis war auch nicht anwesend, der Nächstältere ebenfalls nicht, die Nächstältere dann auch nicht und so ging der Preis zu meinem Erstaunen und natürlich meiner Freude an mich J
Ein Pokal sowie ein 20 € Tankgutschein. Diesen löste ich auch sogleich im Anschluss ein, als ich den Favorit noch vollgetankt habe, denn nächste Woche geht’s noch mal auf große Tour, zumindest wenn man den Umfang der Leute betrachtet die mitfahren wollen. Denn von der Strecke her ist es von mir (St. Ingbert) bis Numborn angenehme 24 km. Bis dahin !
Queidersbach 2010 – Der geplante Wahnsinn…und was daraus wurde
Queidersbach. Ein Treffen von dem wir schon viel gehört hatten und nun sollte es zum dritten Mal stattfinden. Mit 50 km Entfernung eine angenehme Strecke und so entschlossen wir uns hinzufahren. Zunächst blieben hierfür nur noch Kevin und ich übrig, doch es sollte sich in der Woche davor alles zum Guten wenden. Hendrik rief an, dass er mitfahren will mit seinem neuen Bauwagen und kurze Zeit drauf informierte mich Dennis dass er ebenfalls mitfahren will. Felix entschloss sich kurz vorher auch noch mitzukommen, allerdings mit dem Auto, da er bei dem Sauwetter keine Lust auf Schlepperfahren hatte. So kam er mit dem Auto nach.
Wie schon bei den vergangenen Treffen hat sich der Freitag als Anreisetag etabliert und so trafen wir uns gegen 17:30 Uhr am großen Parkplatz neben dem OBI in St. Ingbert. Zuvor kam Kevin noch bei mir vorbei um mir am Bauwagen zu helfen, restliche Vorbereitungen zu treffen. Mein Cousin der auch schon in Scheuern dabei war, fuhr diesmal auch wieder mit. Während dieser bei Kevin auf dem Farmer schon mal mit zum OBI fuhr machte ich noch einen Abstecher zur Tankstelle und dann konnte es endlich losgehen. Kurz vorm OBI kam mir Dennis noch entgegen, der ebenfalls tanken musste.
Überraschenderweise fuhr Marc Mayer noch bei Hendrik mit und so war der Großteil der „Gusenburg-Truppe“ unterwegs. Das konnte nur wieder bekloppt werden…
Die Pfalz erwies sich straßentechnisch als Grauen schon direkt nach dem „Grenzübertritt“ bei Homburg. Wobei die Straße auf der auch das Homburger Bergrennen ausgetragen wird bis auf die Breite noch echt gut ist. In Käshofen angekommen haben wir uns dann sogleich mal verfahren und ich musste unseren ortskundigen Freund Toni anrufen, welcher bereits mittags zum Treffen fuhr. In die richtige Richtung dann zeigten sich die Schlaglochpisten in voller Pracht. Mit Bauwagen echt zum k….
So schlängelten und schlichen wir uns den Weg bis kurz nach Käshofen wo ich wieder nicht weiter kam, denn dass mal der Übernächste oder nächstgrößere Ort auf einem Wegweiserschild zu lesen wäre ist in der Pfalz anscheinend undenkbar. So wurde wieder Toni kontaktiert und es konnte weiter gehen. Zumindest bis Wallhalben. Dort wieder kein Hinweis. Der Versuch Toni zu erreichen scheiterte mangels Empfang und so standen wir nun da. Hendrik zog an uns vorbei um die Tankstelle in Wallhalben zu suchen (welche er nicht fand) und wir standen am Straßenrand ziemlich planlos herum, bis eine freundliche Autofahrerin fragte wo wir denn hin wollen und uns den Weg erklärte.
Von nun an zog sich der Weg dann noch ein wenig, über Hettenhausen und Obernheim bis irgendwann der Abzweig nach Queidersbach kam. Ab dort gings wieder bergauf und dann zog sich der Weg erst richtig. Endlich in Queidersbach angekommen trafen wir auf ein großes Transparent welches das Treffen bewarb, doch weit und breit kein Wegweiser…wie sehr ich so was liebe…
Ein Anruf bei Toni ergab dann dass wir links müssen und irgendwann noch mal rechts. Während Toni dann meinte dass wir evtl. falsch abgebogen sind erwies es sich doch als richtig, doch dann war der Empfang weg und wir standen wieder völlig planlos im stockdunkeln Ortsausgang Queidersbach und wussten nicht mehr weiter. Das sind so die Momente wo man am liebsten wieder umkehren und nach Hause fahren würde !!
Selbst ein fürs Treffen georderter Vorführschlepper irrte planlos umher. Echt arm…
Glücklicherweise hat Toni die Notlage des nicht vorhandenen Empfangs erkannt und kam uns mit seinem Hanomag entgegen. Endlich auf dem Fahrerlagerplatz angekommen wurden die Buden aufgestellt und das Wochenende konnte beginnen. Doch noch immer fehlte Hendrik. Eine Tankstelle hat er nicht mehr gefunden, aber wenigstens uns !
Nachdem wir nun vollzählig waren wollten wir die Ankunft noch im Zelt ausgiebig begießen. In Ausschanklaune war man dort zwar nicht so, aber wir bekamen immerhin etwas und Kevin kümmerte sich währenddessen um die fehlerhaft angeschlossene Festzeltbeleuchtung.
Der nächste Morgen war sonnig und es war richtig schön, bis Hendrik seine mitgebrachte Crossmaschine in Bewegung setzte. Diese nahm nicht nur uns die Nerven…
Irgendwann war dort aber der Schlauch gehimmelt und es kehrte Ruhe ein. Abgesehn von den Traktortouren welche Hendrik mit voll aufgedrehter Musik von Wolfgang Petry auf seinem Traktor drehte.
Der Schleppertag begann aber mit Kräftemessen. Hendrik musste unbedingt wissen ob mein Favorit 3 es mit seinem 654 aufnehmen kann. Er konnte es ! Zwar buddelten wir uns beide ein, aber es konnte jeder mithalten obwohl mein Traktor leichter und schwächer ist. Nächster Gegner war Dennis mit seinem John Deere-Lanz 310. Dank eingelegter Differentialsperre machte er als noch schwächerer und leichterer dem 654 ganz schön zu schaffen. Dritter im Bunde war dann Kevin mit dem Farmer 3S. Auch hier wurde sich gleichmäßig eingegraben bis Hendriks Traktor plötzlich aus ging. Nach dem ersten Schock, dass etwas kaputt gegangen wäre, schaute er mal in den Tank : „Ohleck, der iss jo leer“. Wir lachten uns schlapp. Als Kevin ihn aus den Löchern zog fuhr er rückwärts den Hang hinauf, damit der Diesel noch reichte. Mit Felix als Servicefahrzeugfahrer wurde dann an der Tanke in Queidersbach per Kanister Nachschub geholt. Gegen Mittag begann der Spass dann erst richtig beim Schlepperziehen. Hierbei musste eine 1200 kg schwere Plattform gezogen werden auf welche ein Traktor gestellt wurde. Dass sich mein Favorit mit dem I.H.C. 633 Allrad auf der Plattform eingrub muss ich hierbei ja nicht extra erwähnen… Die Plattform machte mir wenn ich durch gewühlte Löcher fuhr schon leer zu schaffen. Hendrik hielt das nicht ab und so hat er den ganzen Tag dort unten rumgezerrt und zwischendrin sogar den Frontlader abgebaut um mehr Gewicht auf der Hinterachse zu haben.
Der Tag ging vorbei und gegen 21 Uhr wollten wir dann zusammen ins Zelt gehen. Doch vorm Zelt dann die große Frechheit : 6 € Eintritt für zwei Dorfbands welche auch noch von RPR1 gesponsert wurden. Echt der größte Witz der ganzen Veranstaltung. Zumindest für die Fahrer hätte der Eintritt frei sein müssen. Da bieten Numborn oder Gusenburg weitaus mehr für lau…
Kevin, mein Cousin und ich ließen diese Abzocke nicht mit uns machen und so blieben wir am Bierstand am Fahrerlager, zumindest für 1 Bier und dann gings nach kurzem Gespräch mit unseren Freunden aus der Kuseler Gegend und Toni dann auch schon ins Bett.
Dass es mal nicht so spät wurde tat ganz gut, doch mit nüchternem Kopf wars gleich doppelt so kalt in dieser Nacht. Am nächsten Morgen war es grau und vernieselt. Philipp und Kevin machten sich mit dem Farmer auf den Weg zu einer Bäckerei im Ort, denn die 3 € Abzocke für das armseelige Frühstück vom Samstag wollten wir nicht noch mal mitmachen.
Frisch gestärkt folgte nun der letzte Tag der Veranstaltung an dem wir die Schlepper die noch anreisten uns ansahen und Hendrik weiter beim Schlepperziehen mitmachte.
Dirk Freude von den Schlepperfreunden Bliesgau nahm es dann mit seinem Schlüter Trac 1600 mit dem Harvester auf welcher die Plattform immer zurück zog. Immerhin ein kleines Stück schaffte er bis er sich einbuddelte. Kein Wunder bei so einem 15 Tonnen Monstrum auf der Plattform. Neben vielen weiteren Wahnsinnigen Leistungsproben von großen und kleinen Schleppern machten wir ab und zu mal ein paar Fahrten übers Gelände.
Bei meiner letzten Fahrt vor der Abfahrt wurde ich noch abgefangen für eine Geschicklichkeitsfahrt : Ringstechen ! Einer von vier versuchten glückte mir und dann machte ich mich schnell wieder vom Acker.
Ein kurzer Schutt am Nachmittag läutete dann unsere Abfahrtbereitschaft ein und wir machten uns ans packen und als es wieder aufhörte auf den Heimweg.
Dieser gelang uns dann in 2,5 h zu bewältigen (bis zum Ausgangspunkt St. Ingbert) und trotz dass wir Spass hatten und es noch eine angenehme Tour war, steht für uns fest : Queidersbach in Zukunft? Ohne uns ! Tut uns leid Leute, aber so nicht. Keine Beschilderung obwohl die Anreise für Freitag auf den Werbezetteln steht sowie die Abzocke beim Frühstück und samstags im Zelt geben uns diesen Anlass hierfür. Wenn hier etwas geändert wird kommen wir aber gerne noch mal. Ansonsten schauen wir nächstes mal im 35 km weiteren Münchweiler vorbei.
Güdesweiler 2010 – Von Hurenhunden, Wutzje-Paten und einem Diesel-Mustang
1.Juli Wochenende. Güdesweiler stand vor der Tür. Bereits im Vorfeld war ich 2 mal mit dem Auto dort und konnte es kaum noch abwarten.
Der Donnerstag vorm Treffen : Markus und ich fuhren schon mal mit dem Auto vor um die Zelte und das Pavillion aufzustellen, sowie einen Bereich für uns auf „unserem“ Hang abzustecken. Die Schieflage dort oben schreckt wohl viele ab, aber wir sind natürlich bekloppt genug freiwillig und gerne dort hin zu wollen
Endlich Freitag. Die Spannung steigt ins unermessliche und die Zeit wollte einfach nicht rum gehen. Draußen wars brütend heiß und ich hatte echt keine Lust meine Sachen zu packen, aber ich musste ja. Glücklicherweise hatte ich donnerstags abends noch den Bauwagen an den Favorit gehangen, so dass mir diese Schweißtreibende Angelegenheit Gott sei Dank erspart blieb.
15:40 Uhr, mein zweiter Fahrer, Felix alias Rouge traf ein. Er durfte wie auch schon nach Wolfersweiler das Dieselross steuern. Nachdem wir noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen waren konnte es losgehen. Noch in Hassel musste ich das Werbeschild für unser Treffen wieder vom Bauwagen abschrauben, da es sich wieder von alleine löste…Felix fuhr derweil zum vereinbarten Treffpunkt am zukünftigen OBI Baumarkt.
Gegen 16:30 Uhr traf ich dort auch ein und neben Felix stand dort auch schon Carsten mit Freundin und Bauwagen am MF133. Wieder hieß es warten.
Irgendwann dann ein vertrautes Geräusch. Markus mit dem Glühkopf, gefolgt von Birgit mit ihrer Gertrud und neuer „Highspeed-Bereifung“ ;-). Dann eine Rotphase der Ampel später und Kevin kam mit seinem Farmer 3S und Bauwagen gefolgt von Dominik mit seinem Hanomag R16. Nun waren wir vollzählig. Die Kolonne setzte sich in Bewegung in Richtung Güdesweiler.
St. Ingbert wurde an jedem Hang unter Qualm der Bulldogs gehüllt und kurz vor Elversberg musste Markus schon zum schalten stehen bleiben am Berg. Ich mag nicht wissen wie die Autofahrer geflucht haben
Elversberg, Heinitz, Neunkirchen, Landsweiler-Reden, Schiffweiler, Stennweiler. Bis dahin alles ohne Zwischenfälle. Plötzlich jedoch verliert Birgits Lanz Wasser. Während Markus, Birgit, Kevin und Dominik auf eine Ausbuchtung auf der Landstraße auswichen, fuhren Felix, Carsten und ich bis Mainzweiler rein. Nach einiger Zeit kamen dann alle bis auf Birgit. Markus winkte uns weiter und ich wunderte mich bloß wo Birgit nun war. Wie sich dann kurz vor Oberlinxweiler per Telefon herausstellte hatte Dominik seine Mutter abgeschleppt und unterwegs die Stange verloren ! Nachdem sie wieder aufgegabelt wurde verlief bis Ortsausgang Oberlinxweiler alles bestens. Da spritzte aber schon das Kühlerwasser aus dem R16. Dieser kam mit der Belastung nicht klar und kochte schon. Nun musste das Dieselross als einziger freier Traktor herhalten. Bergauf nebelte es zwar ganz schön, aber schaffte alles ohne Probleme.
Nach genau 3 Stunden endlich in Güdesweiler angekommen sollte Gertrud natürlich auch auf unseren geliebten Berg. Also hab ich Felix am Ross den ersten Gang eingelegt und gemächlich tuckerte es auch hinauf, bis kurz vor der Ebene. Da machte das Ross dann plötzlich Männchen und stieg vorne auf. Das brave Ross mutierte also zum Mustang !
Dass Traktoren rückwärts kaum bremsen mussten Felix und Birgit dann feststellen, als Felix in die Absperrung rollte und gerade noch so zum stehen kam.
Also mussten wir das Dieselross abhängen und Gertrud erstmal aus dem Weg schaffen, damit wir anderen den Hang hinauf fahren konnten.
Das klappte dann auch bei allen einwandfrei und wir bezogen Stellung in unserem Areal. Markus fuhr Gertrud dann auf eigener Achse die paar Meter zum unserem Quartier.
Der restliche Abend verlief dann ohne Zwischenfälle und wir konnten uns an den Bierstand gesellen. Während jeder eine Runde gab hatten wir natürlich wieder viele interessante und vor allem lustige Gespräche und auch Birgits Hund, es Wutzje hatte seinen Spaß mit dem „Hurenhund“
All zu spät wurde es glücklicherweise nicht und gegen 7 Uhr gings samstags morgens dann auch schon wieder raus aus dem Bauwagen. Markus war als einziger schon draußen und Birgit folgte kurz darauf. Zeit zum Frühstücken ! Nachdem wir die Kassenfrau beim Frühstück überzeugt hatten dass wir auch wirklich mit Traktor da sind gings an die kulinarischen Köstlichkeiten
Kevin folgte schon kurz darauf dem Weg zum Frühstückstisch. Irgendwie ging an dem Morgen aber alles schief. Die Bezeichnung „Huren-Hund“ erfreute den Besitzer irgendwie ganz und gar nicht, einer unserer Teller ging zu Bruch und die uns gereichte Kaffeekanne war defekt, so dass in kürzester Zeit der ganze Tisch unter Kaffee stand. Dazu noch alle in den tollen blauen T-Shirts mit dem Großen Igel drauf. Man wusste : „Die Ensemer sin do !“
Die Hitze war jetzt schon unerträglich und für den Mittag war ein Besuch im Schwimmbad geplant. Dieser wurde auch in die Tat umgesetzt, Kevin und Felix auf dem Farmer 3S, Dominik mit seinem R16, sowie meine Freundin und ich auf dem Favorit 3. Angesteuert wurde das Freibad in Oberthal. Doch die Feuerwehr verwehrte uns die Einfahrt : Chlorgasunfall. Na toll !
Die Alternative war dann das Schaumbergbad in Tholey welches über einen Feldwirtschaftsweg etwa 7 km entfernt lag. Dort verbrachten wir dann auch tolle 2 h, doch kaum zurück in Güdesweiler war man schon wieder nass geschwitzt. Diese Hitze war einfach nicht zum aushalten.
Nach einer Stärkung vom Grill wurde ich dann auch Hundepatenonkel von Birgits Wutzje, nachdem ich den mit Grillkartoffeln gefüttert hab
16 Uhr : das WM-Spiel Deutschland-Argentinien begann. Noch saßen wir auf unserem Berg und hörten den Jubel bei jedem Tor. Irgendwann gingen wir aber auch zur Großbildleinwand an der Fischerhütte und verfolgten den Siegeszug mit
Ein typischer Samstagabend folgte, Dennis und Hendrik besuchten uns noch und irgendwann endete auch der Samstag.
Sonntag morgen wieder gegen 7 Uhr raus aus dem Bauwagen, wieder Markus und Birgit nur draußen, wieder Frühstück und das übliche was man so bei Treffen macht. Nicht ganz so üblich war dann die zweite Reparatur nach Gertrud. Dominiks Auspuff am R16 war auf der Hinfahrt nämlich am Schalldämpfer abgebrochen und da direkt am Krümmer ab und zu Flammen rauskommen und der Tank direkt dahinter liegt mussten wir uns etwas einfallen lassen. Der MacGyver unter den IGL’n Kevin hatte dann die blendende Idee das Auspuffrohr in den Schalldämpfer zu stellen und von oben solange leere Bierdosen reinzuhauen bis diese das Rohr fest verkeilen, was auch super funktionierte ! Unsere Schlepper ernteten sehr viel Bewunderung und die Flyer für unser Treffen 2011 fanden reißenden Absatz. Gegen 14 Uhr dann allgemeine Aufbruchstimmung unter den IGL. Bis auf mich, ich hatte beschlossen bis montags zu bleiben. Um 14:50 Uhr setzen sich schließlich die Vereinskameraden in Bewegung und ich stand ziemlich einsam auf dem Berg.
Der Platz leerte sich rundherum auch immer mehr bis ich irgendwann am Abend wirklich komplett alleine auf dem Berg stand. So verbrachte ich die restliche Zeit mit meiner Freundin am Bierstand, wo es ab 20:30 Uhr etwa Freibier gab ! Da ich ja zur Gruppe der Freibiergesichter gehöre, war das natürlich genau nach meinem Geschmack und bis 0:40 Uhr hielt ich es dort noch aus.
Am Bauwagen angekommen schlief ich natürlich schnell ein und nach einer super Nacht, war ich zum dritten Mal in Folge um 7 aus dem Bauwagen raus. Hatte soweit alles zusammengepackt und mich zum Frühstück begeben. Dort musste ich noch eine Weile warten und nutzte dies um die aufgehängten Plakate noch mal abzuhängen.
Nach dem Frühstück wurde der Bauwagen endgültig abreisefertig gemacht und ich machte mich gegen 9 Uhr auf den Weg. Kurz vor 11 dann Zuhause angekommen, war ich trotz des tollen Wochenendes doch froh wieder Zuhause zu sein J
Güdesweiler 2012 : Wir sind wieder dabei !
Kirkel-Neuhäusel : 16. Mai 2010
Der Start in die neue Saison. Das Treffen in Kirkel-Neuhäusel am Feuerwehrhaus. Nach dem „Ausrutscher“ 2009 auf das erste Juni-Wochenende welcher sich als fatal erwies, da es nur regnete an dem Wochenende fand es nun wieder am altbekannten Wochenende statt.
Mein Ziel für dieses Treffen stand fest, wenngleich es auch erst kurz zuvor gefasst wurde : nach Kirkel fahr ich mit dem Favorit. So hab ich am Vorabend zwischen 21 und 22 Uhr noch schnell die Motorhaube lackiert und am Morgen des Treffens die Scheinwerfer, Kennzeichen und die Haube selbst montiert.
Zwischenzeitlich fanden sich Dennis mit seinen 2 Hirschen (der Große wurde von Marc gefahren, da sich der MBtrac noch in der Restauration befindet) und Hendrik mit seinem IHC 654 bei Dirk auf dem Hof ein. Dirk selbst war noch unterwegs Kumpel Jens abholen.
Ich wartete noch auf die zwei während der Rest noch zu einem Tankstopp losfuhr. Endlich konnte es los gehen, Dirk und Jens auf dem Deutz D4006 und ich mit der „Jungfernfahrt“ seit Vollendung der Restauration.
In Assweiler am Aldi warteten dann Roman mit seinem IHC 624, Markus mit dem Lanz D7506, Dominik mit seinem Farmer 3SA und noch 2 von den Schlepperfreunden Bliesgau.
Die Fahrt konnte beginnen und wir bahnten uns den Weg über Biesingen, durchs Langental nach Alschbach, über Lautzkirchen nach Kirkel.
Auf dem Treffen angekommen hatten wir Schwierigkeiten einen Platz zu finden. Für 10 Traktoren war man dort nicht mehr vorbereitet
Neben dem Ansehen der paar Traktoren und interessanter Unterhaltung durch Jens ging der Tag natürlich auch irgendwann rum und gegen 15 Uhr traten wir unsere Heimreise an. Dirk, Jens, Markus und Roman fuhren noch in Niederwürzbach an der Fischerhütte vorbei, während Marc, Dennis, Hendrik und ich Richtung Ormesheim fuhren. Dort hab ich Frank noch einen Besuch abgestattet, damit er sehen konnte was ich aus seinem ehemaligen Traktor gemacht habe. Er war sehr begeistert !
Das schöne Wetter nutzte ich dann noch spontan um den Favorit wieder in seine Heimat zu steuern.
Bulldogtreffen Gusenburg : 11.-13. September 2009
Gusenburg. Der Name ist schon Programm und zieht alle 2 Jahre viele Schlepperfreunde in seinen Bann und so auch uns. Als „Gusenburg-Veteran“ der jungen Generation war ich in diesem Jahr zum vierten Mal dabei. Doch wie auch schon 2007 stellte sich die Frage wer denn nun alles dabei sein würde? Denn für allzu verlässlich hielt ich meine Mitfahrer erfahrungsgemäß nicht. Doch sie hielten bis auf 2 (welche aber aus anderen Gründen nicht mitkonnten, als nur aus persönlichem „nichtwollen“) ihr Wort.
Da ich an dem Freitag leider keinen Urlaub nehmen konnte musste die Abfahrt bis nach Feierabend warten. Die restlichen Dinge wurden in den Bauwagen gepackt und ab ans Dieselross damit. Die anderen warteten schließlich schon in St. Ingbert am Hela.
Am Kreisel vorm Lidl kam auch noch unser kurzfristig zugesagter Mitfahrer um die Ecke, Kevin mit seinem Hanomag C224.
Am Hela standen dann Dominik mit seinem Hanomag R16, Hendrik mit seinem Holder EDII, Dennis mit seinem John Deere 310 und Bauwagen, Marc mit seinem MBtrac und Bauwagen sowie Stefan mit seinem I.H. 624. Letzterer bekam meinen Bauwagen hintendran und die Tour konnte beginnen. Zwischenzeitlich war es fast 17 Uhr. Laut Routenplaner lagen 66 km vor uns. Ich war sehr gespannt ob wir das wirklich auch in entsprechender Zeit schaffen würden. Die Maschinen setzten sich in Bewegung und es ging durch St. Ingbert, Elversberg, Bildstock nach Merchweiler. Dort musste mein Beifahrer Jürgen mal kurz für kleine Ensemer. Danach ging es direkt weiter. Über Wustweiler ab nach Dirmingen, Theley, Tholey bis wir um viertel vor Acht einen Rastplatz ansteuerten. Nachdem sich jeder entleert und manche auch noch eine Ur-Milch zu sich genommen hatten konnte es weiter gehen zum entspurt. Denkste ! Nach Primstal ging bei Dominik am Hanomag nix mehr. Der Keilriemen vom Kühler hatte sich verabschiedet. Er musste abgeschleppt werden. Hierzu blieb nur noch das Dieselross frei, da der C224 sich ja selbst kaum schaffte und mit 15 km/h auch langsam genug war. Als der R16 am Haken hing gab ich direkt Gas und bemerkte erst nach etwa 1-2 km dass Jürgen gar nicht mehr neben mir saß. Ups !
Auch die anderen hatten nicht mehr an ihn gedacht beim losfahren und so rannte er hinterher, bis er bei Dennis auf den Hirsch konnte. Kurz vor Nonnweiler habe ich ihn dann wieder bei mir aufgenommen. Zwischenzeitlich war es nämlich auch schon stockdunkel.
Der Berg von Nonnweiler nach Hermeskeil machte dem Ross ganz schön zu schaffen. Dominik wurde ziemlich zugenebelt. Endlich in Hermeskeil angekommen bahnten wir uns unseren Weg durch ein Wohngebiet bis wir plötzlich auf einem Feldweg landeten. Ein Tunnel kam und nun wussten wir nicht mehr wohin. Nach ein paar Minuten kamen ein paar Motocrossfahrer angebraust, welche wir nach dem Weg fragten. Da wo sie her kamen ging es lang und dem Weg folgten wir dann auch. In Gusenburg angekommen wieder völlige Ratlosigkeit. An einer Pizzeria haben wir dann nochmals nachgefragt und von da war es auch nicht mehr schwer. Auf dem Gelände angekommen wurden die Bauwagen auf das von Carsten abgesteckte Areal gestellt und der „Urlaub“ konnte beginnen.
Nachdem alle Betten gerichtet waren und alle soweit waren, dass sie das Wochenende genießen konnten ging es zum Anstoßen ins große Zelt. Allzuviel war nicht los, aber wir hatten wie immer trotzdem Spass.
Die Nacht war bis auf die Kälte ganz angenehm. Obwohl…die Bierfürze vom „Ensemer“ welcher neben Kevin unter meiner Liegefläche im Bauwagen schlief waren so penetrant, dass die Nacht doch nicht so angenehm war…doch das war erst der Anfang !
Samstag Morgen. 7:30 Uhr. Stefan hat Kopfweh. Erstmal „ne Dicke“ in den Kopf. Da ging’s ihm schon gleich viel besser.
Nun musste erstmal Verpflegung her, da wir kaum etwas dabei hatten. In Hermeskeil wollten wir uns eindecken und sind halt statt in die richtige Richtung direkt falsch gefahren. Nach einer Höllentour durch den dicksten Wald mit geisteskranken Abhängen kamen wir dann doch irgendwann in Hermeskeil an. Der REWE Markt war unseres Erachtens für unsere Einkäufe genau richtig und so deckten wir uns dort reichlich ein. Holzkohle war mit das wichtigste und weil wir uns nicht abgesprochen haben hatte plötzlich fast jeder einen Sack voll gekauft…was solls.
Während wir mit Holder, MBtrac und 624 zurück fuhren sind Dominik und Dennis noch Keilriemen kaufen gefahren.
Zurück am Platz ging das Wochenende dann richtig los. Grillen, Trinken, Dummschwätze. Wunderbar. Hendrik entwickelte sich im Laufe des Tages dann noch zum Kampftrinker. Neben ca. 30 Bier war es halt noch eine halbe Flasche Schnaps. Dies führte bereits um 19:30 dazu, dass er sich am Maisfeld noch mal alles durch den Kopf gehen ließ
Selbst Schuld !
Der Abend im Zelt konnte beginnen. Bier wurde nur noch als „Meterware“ geordert, denn alles andere hätte keinen Sinn gemacht. Direkt vor der Bühne fanden sich dann noch 2 freie Garnituren und so nahmen wir gemeinsam mit Kumpel Danny und dessen Vereinsfreunden dort Platz. Als wir alle ziemlich gut dabei waren ging es auf die Bühne zum tanzen! Hendrik stellte dort im weiteren Verlauf des Abends seine Künst als Entertainer unter beweis. Vor Ort gewesene erinnern sich bestimmt an ihn, deswegen geh ich an dieser Stelle nicht weiter drauf ein…
Die Nacht war lang, wenn für mich auch nicht im Zelt, aber dafür am Bauwagen. Dort bin ich um 4 Uhr reingekrabbelt. Irgendwann dann totaler Krach im Bauwagen. Augen auf und da steht Jürgen, sturzbetrunken findet er den Ausgang (die Tür) nicht mehr und versucht durchs Fenster zu gehen welches er gerade halb auseinander nahm. Dieses Szenario halte ich ihm wohl noch ewig vor
7 Uhr war dann Zeit um Aufstehen. Auf Dennis Wunsch wurde an seinem Bauwagen um 7:30 Uhr angeklopft. Als ich die Tür öffnete blickte mich Stefan ganz ungläubig an und sagte nur „nee“. Ein Bild für die Götter !
Als dann jeder wach war konnte es zum Frühstück gehen. So ausgiebig frühstücke ich echt nur auf Traktortreffen…
Tja, wie verbringt man nun einen Sonntag in Gusenburg? Eine Überraschung muss immer sein und so kam uns auf dem Rückweg vom Frühstück Roman mit dem Lanz entgegen. Er war innerhalb von 2,5 Stunden nach Gusenburg gebollert.
Der Tag verging wieder mit Grillen, nicht mehr ganz so viel bzw. antialkoholisch Trinken, aber mindestens genau so viel „Dummgeschwätz“ wie samstags. Doch auch der schönste Tag geht mal zuende und wir mussten uns um kurz vor 14 Uhr auf den Heimweg machen, da immerhin 4,5 h Fahrt vor uns liegen würden.
Damit es etwas schneller von statten gehen würde, wurde von Hermeskeil nach Nonnweiler der Sonntagsgang eingelegt und so brausten wir mit guten 60 km/h über die Landstraße
echt krank, aber geil !
Dennis und Stefan konnten nur mit dem Kopf schütteln als wir ihnen in Nonnweiler (sie waren nach einem Tankstopp einen anderen Weg gefahren über welchen sie schneller waren als wir) entgegen geflogen kamen. Ich vorneweg, gefolgt von Hendrik, Dominik und Kevin. Marc war mit dem MBtrac bereits kurz nach Gusenburg an uns vorbei gezogen um alleine heim zu fahren. Kurz vor Theley überholte Stefan uns dann um mit dem 624 mal Vollgas zu fahren.
Der restliche weg verlief auch trotz Sonntagsgang ohne weitere Zwischenfälle bis Bildstock. Hendrik und ich waren ziemlich weit vorne und der Rest bog bei der Umleitung der Baustelle einmal falsch ab. Trotz, dass wir noch lange auf sie warteten kam keiner mehr und wir setzten die Heimfahrt dann 3 und 3 mit unterschiedlichen Wegen fort.
Endlich Zuhause angekommen ging es nur noch ans ausladen und wir waren uns einig : „mir sin sefriede !“ und beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei !
Oldtimertreffen Blieskastel 6. September 2009
ATM heißt die Abkürzung für etwas, das sich in meinen Augen bzw. nach meinen Erfahrungen einfach nicht verträgt. Zu verschieden sind die Welten von Autos, Traktoren und Motorrädern, wobei Erstere und Letztere vielleicht noch ganz gut zusammen passen mögen. In die Welt von Hochglanz, Chrom und Vergasermotoren passen unsere Dieselgefährte irgendwie nicht so recht. Die Oldtimerfreunde Ballweiler-Wecklingen haben den Versuch dennoch gewagt und haben es geschafft, dass diese Welten nebeneinander auf ein und der selben Veranstaltung existieren konnten.
Am Morgen des Treffens zu welchem ich mit dem Dieselross fahren wollte war es relativ nass vom Tau. Das Ross quälte sich ziemlich bis es lief und als ich losfuhr hinterließ es übele Rauchwolken. Hell. Nachdem man mir Ortsausgang Hassel den Weg versperrte wegen einem dämlichen Mountainbike-Rennen (was haben die bitte auf der Straße verloren?) wurde ich unsicher ob ich mit dem Ross weiter fahren sollte. In meiner Parallelstraße fuhr ich den Berg hinauf und der Rauch gefiel mir ganz und gar nicht, obwohl der Motor gang normal lief…
Zu heikel war mir das Ganze. Also ab zurück zu meinem „Schrottplatz“ um den Cormick von meinem Vater in Bewegung zu setzen. Dieser sollte aber nicht alleine sein. Der Deutz stand ja noch auf dem Hänger seit Zell und deswegen habe ich mich entschlossen auch diesen mitzunehmen. Nachdem dieser verzurrt und der Hänger an der Ackerschiene hing konnte es losgehen.
Mit einem riesigen Umweg über Rohrbach und Kirkel (welcher durch den schnellen 423 nicht so schlimm war) kam ich nach 35 Minuten in Blieskastel an. Dennis und Kevin waren schon vor Ort. Doch wo waren Birgit und Markus? Unterwegs hatte ihr „Oskar“ (Markus’ Glühkopf) einen Schwächeanfall und musste mit Birgits „Gertrud“ zurück geschleppt werden.
Ich bekam die Anweisung, dass wir uns auf dem Luitpoldplatz am anderen Ende der Straße platzieren könnten, da dort jede Menge Platz für uns wäre. Alles klar. Also haben wir unsere 3 Maschinen umgeparkt. Von Webenheim kamen auch sogleich 3 Schlepperfreunde (u.a. unser Mitglied Klaus) und zur Unterstützung unseres Vereins Matthias mit seinem Fendt FL237.
Klaus gefiel unser Standplatz aber überhaupt nicht und er beschwerte sich auch sogleich beim Veranstalter. Dies führte dazu, dass wir wieder zurück an den Paradeplatz gefahren sind und uns doch nun dort rundherum aufstellen durften. Die Traktoren positionierten sich, während ich den Deutz ablud.
Die Ausfahrt der Autos stand nun an. Der Platz leerte sich etwas. Wir haben uns dann mal bei einer Currywurst und einem Gründels Fresh die Fahrzeuge angesehen welche, noch auf dem Platz standen.
Bei schönstem Wetter trudelten immer mehr Besucher und auch noch ein paar wenige Traktoren ein. Der verkaufsoffene Sonntag in Blieskastel begann.
Wir nutzten dies um beim nahe gelegenen Kebapladen unser Mittagessen einzunehmen.
Für 15 Uhr stand eine Pokalvergabe in diversen Kategorien an. Da diese wieder und wieder verschoben wurde, machte ich mich schon mal daran den Deutz zu verladen.
Den Preis für den jüngsten Fahrer erhielt Karsten Sommer von den Schlepperfreunden Bliesgau und der Preis für den schönsten Traktor ging an unseren Matthias mit seinem Dieselross.
Direkt nach der Preisvergabe gings dann los. Zunächst an die Tankstelle um den platten Reifen am Anhänger aufzupumpen. An der Tanke hab ich mich dann noch von unseren dabei gewesenen Mitgliedern verabschiedet und trat den Heimweg an.
Zuhause wurde noch der Deutz abgeladen und ein schöner Tag war mal wieder zu Ende. Im nächsten Jahr sind wir aber wieder dabei !
Zell-Vogthof - Unterwegs mit „Insemer Tours“
Das große Traktortreffen in Vogthof am Zeller Berg. Die Fahrt dahin, 8 harte Stunden, welche mir bekannt sind und andere Vereinsmitglieder das fürchten lehren.
Neben vielen Spekulanten die mitfahren wollten, wie eigentlich bei jeder weiten Tour blieben am Ende kaum noch welche übrig. Um genau zu sein bloß einer. Ingo.
Wegen einem Missverständnis kam aber alles anders als geplant. Eine Lösung musste her.
Freitag, mein Geburtstag. Immer noch keine Lösung. Erst abends kam mir, dass man ja den Deutz mit unserem Anhänger mitnehmen könnte. Als geeignetes Zugfahrzeug bot sich Jürgen alias „Ensemer“ mit seinem 3er BMW an. Wunderbar.
Samstag morgen, 8 Uhr. Es konnte nach dem Verladen los gehn. Auf der Autobahn ging es noch. Doch auf den Landstraßen ab Abfahrt Morbach quälte sich der 3er ganz schön, denn wir waren an der Belastungsgrenze mit unserem Gespann. Nunja, nach das wurde bewältigt und gegen 11 Uhr kamen wir endlich an.
Auf dem Parkplatz vorm Fest haben wir den Deutz dann abgeladen und sind auf Achse eingefahren. Der Ordner am Eingang hat nicht schlecht gestaunt als er das französische Kennzeichen sah und dachte wir wären auf eigener Achse angereist ! Nachdem wir den guten Mann beruhigt hatten mit den Tatsachen ging es aufs Gelände.
Gleich zur Anmeldung wo ich dann auch Danny traf. Der Tag konnte beginnen und wurde gefüllt mit Essen, Traktoren ansehen und Deutz fahren mit Dannys Schwester Saskia.
Der Tag neigte sich dadurch auch ziemlich schnell dem Ende und Jürgen und ich wollten den Deutz verladen gegen 18 Uhr und uns dann auf den Weg machen. 19 Uhr : der Deutz wurde nun endlich verladen. Ein Verabschieden durfte aber nicht fehlen und so sind wir nachdem Saskia den ganzen Tag quengelte weil wir abends noch mal heim wollten auf ihren Wunsch noch mal zurück. Bis 21 Uhr wollten wir dann noch bleiben. Plötzlich gab es jedoch Freibier von Dannys Vater. Naja, ein Bier geht ja noch dachten wir uns. Doch als das leer war stand da direkt eine neue Runde vor uns. Tja nun sah die Sache schon schwieriger aus. Uns hatte es ja super gefallen also was tun? Jürgen hatte die beste Idee : wir bleiben bis 1 im Zelt und legen uns dann in den BMW pennen. Nun denn. Irgendwann so um 12 sind Saskia und ich an ihren Zeltplatz und da kam ich auch nicht mehr weg. Gegen 2:30 Uhr erschien Jürgen. Er wollte bescheid sagen, dass er nun schlafen gehen wird. Alles klar. Ich blieb sitzen. Eigentlich wollten Saskia und ich durchmachen, doch um 4 haben wir uns doch entschieden zu schlafen. Es war einfach nur saukalt um 6 Uhr als ich aufwachte. Aber ich war genau pünktlich. Vor Kälte zitternd ging ich zum BMW wo auch Jürgen gerade wach wurde.
Ab ins Auto und erstmal laufen lassen um die Heizung warm zu bekommen. Wunderbar !
Sichtlich fertig suchten wir erstmal eine Tankstelle auf. Jeder nen Becher Kaffee, für mich noch ein Crossiant und für den Anhängerreifen vorne links ein bisschen Luft.
Die Heimfahrt verlief so weit ruhig doch irgendwann neigte sich unser Sprit dem Ende. Ganz schlecht ! Bei Primstal sind wir dann abgefahren weil es uns doch etwas mulmig war auf der Autobahn liegen zu bleiben und suchten doch weiter eine Tankstelle welche sich dann auch irgendwann fand. Es konnte weiter gehen.
Heil zuhause angekommen konnten wir uns aber nicht ausruhen, denn es ging gleich weiter zur nächsten Tour…
Scheuern 2009 : 2. August 2009
Die Scheuerner „Schnaeges“. Eine Veranstaltung von welcher wir schon viel gehört haben, zumindest mal vom Traktortreffen Teil dieses „Dorffestes“ und den Bildern nach zu urteilen musste es dort relativ schön sein.
Nun waren wir ja schon in Saarwellingen und Fürth nur mit dem Auto und Dörrenbach wurde kurzerhand durch eine außerplanmäßige Vorstandssitzung vereitelt. Das kommende Wochenende ist keine Veranstaltung in der Nähe und so mussten wir einfach nach Scheuern. Nicht zuletzt weil ich versprochen hatte zu kommen ! Dass es allerdings mit dem Traktor sein würde war eine Überraschung für Traktorfreund Stefan Jung.
Doch wer würde dabei sein? Dennis steckt mitten in der Ernte und außer Engel’s und unserem „sefriedenschde“ Mitglied Stefan hat niemand wirkliches Interesse gezeigt.
Am Stammtisch samstags kam mir dann die Idee doch mal Dominik Weber anzurufen und nachzufragen was er denn so vor hat. Widererwarten hatte er sogar Zeit und willigte ein nach meinem „Befehl“ mit mir nach Scheuern zu tuckern
Mit dabei natürlich auch Jürgen Fuchs. Dieser wartete bei Markus, da dieser ja evtl. auch mitfahren wollte, doch es tat sich zu ausgemachter Uhrzeit nichts. Also musste er doch zu mir fahren. Mittlerweile war es 8:45 Uhr. 15 Minuten später als eigentlich geplant. Das Warten begann und ich spitzte die Ohren ob man nicht von irgendwo Dominik mit dem Farmer 3S Allrad röhren hört. Dem war leider nicht so. Gegen 9:10 Uhr dann ein tuckern eines Einzylinders. Dominik war mit dem Fendt F12 seines Opas gefahren. Welch eine Überraschung. Nach anfänglichen Bedenken, dass dieser bei den vielen Bergen die vor uns liegen würden schlapp machen würde, ging es doch recht gut voran. In Elversberg angekommen wollten wir uns erstmal einen Frühstücksstopp gönnen. Also rechts ran und runter vom Traktor. Doch dann eine Begegnung die meine teilweise recht große Antipathie gegen diverse ältere Mitmenschen nur stärkte. Ein älterer Herr der natürlich sonst nichts zu tun hatte als sonntags morgens in die Kirche zu gehen störte sich an meinem Traktor auf dem Gehweg, obwohl er noch über einen Meter platz hatte vorbei zu gehen. Seine Worte : „Da drüben ist ein Parkplatz, fahren Sie da hin, das ist ein Gehweg!!“ Bei einem freundlichen Ton wäre das gar kein Problem gewesen, aber dieses motzige…Zu gerne hätte ich ihm gesagt dass er lieber mal beten sollte, dass wir uns nicht noch mal in solch einer Situation begegnen und er das gleiche in so einem abfälligen Ton von sich gibt, aber ich hab ja noch Respekt vorm Alter. Bin dann auf einen anderen Parkplatz (neben der Bäckerei und nicht wie der Alte befahl gegenüber auf der anderen Straßenseite) und bin rein zu Dominik und Jürgen. Keine 2 Minuten später ein Klopfen an der Scheibe. Ich hatte einen Autofahrer zugeparkt….Ok, ist ja kein Problem. Der war wenigstens nicht so mies drauf. Bin dann abermals weg und diesmal wieder auf den Gehweg. Nun konnte ich endlich meinen völlig überteuerten halb kalten „warmen Fleischkäseweck“ für 1,80 € kaufen. Die Fahrt ging weiter. Jürgen verschüttete noch seinen halben Kaffee aber ansonsten gab es keine „Pannen“. Leichter Regen setzte ein. Über Merchweiler ging es nach Eppelborn und Illingen alle möglichen Käffer. Bis wir irgendwann in Dörsdorf eine Pinkelpause eingelegt hatten. Neben uns lag dann noch ein totes Reh. Wohl frisch angefahren. Echt traurig.
Weiter nach Scheuern. Bloß noch 2 km ! Nach 3 langen Stunden sind wir endlich am Ziel. Ein Platz wird gesucht und wir blieben auch die einzigen beiden Dieselrösser. Schade eigentlich. Fendt allgemein waren auch recht dünn gesät. Schade.
Tja und wie verbringt man die Zeit auf Schleppertreffen? Natürlich wie immer. Essen, Trinken, Schlepper anschauen. So ging das bis etwa 15 Uhr. Da wollten wir dann fahren. Auf Hinweis des stellvertretenden Ortsvorstehers, dass es gleich noch eine Prämierung gebe sind wir dann doch noch geblieben. 16 Uhr. Immer noch keine Prämierung. Wir fahren !
Kaum hatte Dominik sein Ross gestarten kam der gute Mann zu uns gelaufen. Wir sollten doch noch 10 Minuten bleiben und uns ein kostenloses Bier aus den bereitgestellten Kisten holen. Dann gäbe es die Prämierung. 16:30. Die 10 Minuten sind schon lange um. Wir fahren.
Diesmal gelang es uns „heimlich“ zu flüchten.
Die Heimfahrt gestaltete sich vom Regen her ähnlich, wobei es mich nicht mehr so schlimm vorkam, da es auch schon etwas wärmer als morgens war. Wir kamen auch besser durch. In 2 Stunden und 45 Minuten haben wir es geschafft. Endlich zurück in Hassel. Für Dominik war das Ende der Fahrt jedoch noch nicht erreicht. Vor ihm lag noch eine Stunde Fahrt bis Habkirchen. Diese trat er nach kurzer Begutachtung des Restaurationsfortschritts von seinem Fendt Farmer 1 Z welchen ich derzeit restauriere an.
Uns hat es gefallen und beim nächsten Mal sind wir sicherlich wieder mit dabei !
Unser 5. Treffen in Ensheim : 29. Juni - 6. Juli 2009
„Schee wars“ doch wo soll ich bloß anfangen? Wo setze ich den Startschuss für diesen Bericht. Denn bei den Traktortreffen ist es eigentlich wie beim Fußball : Vor dem Treffen ist nach dem Treffen.
Die Vorbereitungen in Form von Taten, statt Stammtischen und Sitzungen begannen schon Montag den 29. Juni. Da es wieder Pizza und Flammkuchen frisch aus dem Holzofen geben sollte und wir noch kein trockenes Feuerholz hatten, musste dieses noch gemacht werden. Glücklicherweise haben die Obstbäume auf unserem Ausstellungsgelände jede Menge tote Äste und ein Baum war ganz tot. So haben Roman, Sohn Marco, Manuel Burda und ich uns montags an die Arbeit gemacht und einen großen Anhänger voll Feuerholz gemacht. Nach 2 Stunden war dann genug geschafft und am nächsten Tag sollte es weiter gehen.
30.6.09
Der Dienstag begann mit einem normalen Arbeitstag für mich. Es war wieder sehr heiß und mittags gab es dann auch noch einen heftigen Regen. Aber auch dieser trocknete wieder ab und so gings nach Feierabend direkt nach Ensheim zum Flughafen, wo wir am Freitag davor unser Zelt noch vermietet hatten. Dieses musste nun dort weg und sollte direkt am Hundeplatz wieder aufgebaut werden. Genug Leute waren wir ja uns so wurde dies auch verwirklicht.
Der „Urlaub“ konnte beginnen. Das Zelt stand und nun gab es kein Halten mehr.
01.7.09
Mittwoch morgen 9:45 Roman, Frank und Birgit sind bei SR3 zu hören. Sie bewerben dort unser kommendes Treffen. Ich sitze im Polo meiner Schwägerin, weil mein Bruder mein Auto brauchte und warte auf Dominik mit seinem GT. Mit einstündiger Verspätung trifft dieser auch ein. Stilecht mit Ladewagen zum anschließenden Aufladen des gemähten Grases. Der Ladewagen wurde ihm unterwegs zum Verhängnis. Der Traktor wurde am Berg immer heißer, deswegen musste er runterschalten und durch die langsame Fahrt kam er nun halt später als geplant. Aber nicht weiter schlimm.
Sängende Hitze war angesagt. Das Gras wurde gemäht und um die Bäume mit dem Freischneider geputzt. Beim Aufladen hatte er Ladewagen dann seinen Auftritt und immerhin einen dreiviertel gefüllten Wagen ergab das Gras was noch stand.
Dominik musste danach auch nun gleich wieder weiter um sein eigenes Heu zu machen. Ich nutzte dies um mein Auto holen zu fahren. Anhänger dran und beladen. Die erste Fuhre von meinem „Gerümpel“ wurde auf den Hundeplatz gekarrt. Gerade als ich nach einiger Wartezeit wieder fahren wollte kam Roman mit dem Cormick und wir haben noch Bänke im Zelt aufgestellt welche er brachte.
Von Markus drang die Nachricht durch, dass die Ortseingangsschilder gerade fertig geworden sind. Also ab zu ihm und die guten Stücke in Augenschein genommen. Echt Wahnsinn wie gut die gemacht sind. Sogleich wurden sie auch aufgestellt, denn es wurde ja höchste Zeit…
Nach dem ersten Schild hab ich mich dann mal auf den Heimweg begeben um meine Sachen zu packen usw.
Das Dieselross kam vor den Bauwagen und ich trat meine Fahrt an. Ich hatte ziemlichen Zeitdruck, da Roman und ich um 19 Uhr den Bierstand bei Dominik Walter in der Kneipe abholen wollten.
Hassel Ausgang war es ja noch schon, doch richtung Niederwürzbach fing es leicht zu regnen an. Nicht weiter schlimm dachte ich mir, es ist ja warm ! In Seelbach habe ich diesmal die normale Landstraße gewählt statt dem Schleichweg, da dieser Berg flacher ist. Siehe da, mit ach und krach zog das Ross den Bauwagen da noch im 6. Gang hoch. Hut ab.
Der Regen hatte aufgehört und ich fuhr guter Dinge durch Aßweiler. Da sah ich richtung Ommersheim schon heftigen Regen am Horizont. Hoffentlich komme ich da trocken durch. Kaum war ich durch Aßweiler fing es auch schon wieder an und wurde mit jedem Meter schlimmer. Ich fuhr geradewegs rein ins GEWITTER. So heftigen Regen hab ich noch nicht erlebt auf dem Traktor. Konnte Ortsausgang Ommersheim kaum noch die Augen auf machen so heftig regnete es.
Mein T-Shirt war natürlich direkt triefend nass und ein kleines Bächlein floss meine Kappe hinunter. Es war echt eklig zu spüren wie das Wasser Zentimeter für Zentimeter vorwärts kriecht und später standen dann noch meine Schuhe voll Wasser.
Am Hundeplatz angekommen war der Regen natürlich wieder vorbei. War ja klar…
Erstmal etwas trockenes anziehen ! Roman war zwischenzeitlich mit Markus den Stand holen gefahren.
19:16 Uhr : eine SMS von Danny. Er fährt gleich los. Am Vorabend hatten wir ausgemacht, dass er uns ja mit dem Auto besuchen könnte. 19:45 Uhr Roman ist wieder da und direkt dahinter : Danny mit dem Hanomag !!! Mir fielen fast die Augen aus dem Kopf. Diese Überraschung war gelungen. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, da Danny ja erst freitags mit dem Traktor anrücken wollte. Wahnsinn !
Es regnete und regnete und zwischendrin meldete sich der „Hirsch“ (Dennis) per SMS dass er losfährt sobald der Regen vorbei ist.
So war es dann auch, um 21 Uhr röhrte er uns mit dem großen Hirsch und Baubude entgegen.
Der spaßige Abend konnte beginnen, denn auch Jürgen Fuchs blieb noch ein wenig bei uns.
02.07.09
Der Donnerstag begann mit sehr viel Sonne und das musste genutzt werden. Doch ohne Frühstück geht gar nichts ! Also allemann ab aufs Ross und ab nach Ensheim in eine Bäckerei. Schöner kann man es nicht haben. Nach dem Frühstück begann Dennis mit dem Freischneider noch das restliche Gras zu mähen. Jörg brachte einen Kubikmeter Schotter für den Kinder-Minibagger. Danny und ich begaben uns mit dem Hanomag Richtung Dreschmaschine. Auf dem Rückweg zum Hundeplatz wurde noch Vogt’s MAN 2F1 geholt welchen ich vor Danny herfuhr, mit der Warnung er solle acht geben nicht an einer Rauchvergiftung zu sterben. Am Hundeplatz angekommen wusste er warum ich das sagte
Schon 4 Schlepper vor Ort. Der kleine Transportwagen von Markus wurde noch geleert und gleich wieder mit zu ihm genommen am Hanomag. Zum Hundeplatz zurück durften wir dann noch den Heuwender von Markus mitnehmen. Oben angekommen war Dennis mit dem Gras fertig und wir nahmen auf dem dicken Hirsch Platz um bei Vogts noch „Material“ zu holen. Dies bekamen wir in Form vom Fendt F24 für die Schleppstange hinterm Hirsch und dem Schmotzer für mich…Das erste Mal dass ich dieses breite Ungetüm bewegen durfte. Wenn man drauf sitzt denkt man sich auch einfach nur : Quadratisch praktisch gut ! Mit 2,70 m breite war es auch ein Abenteuer durch die Baustelle in Ormesheim und die parkenden Autos in Ensheim zu fahren. Aber auch was wurde geschafft.
Gegen 19:30 Uhr vernahm man ein knattern und blubbern in der Ferne. Das konnte nur Hendrik alias „Hänsel“ sein, mit seinem Holder. So war es auch. Der Kranke kam mit dem 4 m Bauwagen im Gepäck !
Der Flammkuchenstand wurde noch bei Roman abgeholt und aufgestellt. Die Arbeit für Heute war also erledigt.
Nun konnte der Spass beginnen. Erst recht als sich noch Stefan mit dem 624 zu uns gesellte.
03.07.09
6 Uhr. So langsam werde ich wach. Es wurde die Nacht 2:15. Ein Blick durchs Fenster nachdem ich den Vorhang etwas bei Seite schob und siehe da, da sitzt unser Fuchs, Jürgen Fuchs
Na wenn das mal kein Grund zum aufstehen ist. Also raus und erstmal wach werden. Wir sind dann erstmal gemütlich mit dem Auto wieder in eine Ensheimer Bäckerei und haben uns einen Kaffee gegönnt. Dann beschlossen wir spontan bei Roman vorbei zu schauen und siehe da, meine Vermutung bestätigte sich, dass er auch morgens um 7 schon irgendwas im Hof knoddelt. Wir haben ihm dann erstmal erzählt dass gestern nacht der FI Schalter vom Hundeheim flog. Mit dem Schlüssel fürs Hundeheim gings dann wieder zurück. Sogleich erhielten wir einen Anruf von Roman wo denn der FI ist und promt wurde er eingeschaltet und alles ging wieder.
Das mussten wir natürlich nutzen. CD Player eingesteckt, AC/DC rein und volle Lotte aufgedreht. Danny wär fast aus dem Bett gefallen, Dennis wiederum konnte sich keinen schöneren Wecker vorstellen. Das war einfach das pure Leben. Früh am morgen, Sonne satt, Oberkörperfrei zwischen Traktoren und billigem Bier und dann noch AC/DC lautstark an. GEIL ! Da passte einfach alles.
Nachdem unser Chefhirsch Dennis dann auch aufgestanden war kam auch schon Roman um mit uns den Pizzaofen bei sich zu holen und noch den von Markus.
Bei Markus angekommen fand sich unser erster Gast dort ein. Die selbstfahrende Bandsäge wurde dort abgeladen. Diese wurde von mir mit vorausfahrender E-Klasse von Markus im Schritttempo durch Ensheim erkortiert. Jahre später am Hundeplatz angekommen wurde der Fahrer gleich wieder zurück zu Markus gefahren. Dort hat Dennis mich abgeholt um ihn zu seinem Holder zu fahren. Diesen brachte er kurze zeit darauf auch vorbei.
Carsten und Hendrik haben den Minibagger geholt, unser Getränkehändler brachte eine weitere Fuhre und der Süßwarenstand wurde angeliefert.
Durch den morgendlichen Wind hatte es eine Dachlatte mit welchen unser Banner an den Bauwägen befestigt ist gekostet. Der Schaden wurde behoben und die Dachlatten noch mal verstärkt und zusätzlich abgespannt.
14:20 der große Regen beginnt…so hörte es im Grunde nicht mehr auf bis 17:15. Zumindest war der Regen ab da nicht mehr so intensiv. Roman und Frank haben die Beschilderung der Einbahnregelung aufgestellt und mein Vater brachte den Deutz F1L612 auf dem Anhänger. Sehr schön.
Dann durfte ich das unglaubliche erleben. Unser „Schönwetterfahrer“ Carsten kam mittem im Regen mit dem MF und dem Bauwagen angefahren ! Ein historischer Moment
Der Regen verzog sich und um 18:55 grollten 2 laute Traktoren den Marktweg hoch. Dirk Freude brachte seine beiden Schlüter. Den 1250 fuhr er selbst und den 650 V sein Kumpel Bernd. Nur 2 Minuten später Maik Becker mit Unimog und 35er Ferguson.
Kurz darauf folgte auch sein John Deere. Dieser wiederum wurde vom ersten Exponat unseres Unimog Fans Artur Müller verfolgt, einem der ersten Unimogs überhaupt. Nicht etwa aus dem Hause Mercedes-Benz, sondern ein waschechter Böhringer ! Eine Rarität.
19:17 Uhr. Die für mich größte Überraschung des ganzen Wochenendes (nach Dannys Ankunft am Mittwoch). Ok, es wurde mir per SMS von Dominik bereits angekündigt „Großes Dieselross mit Wohnanhänger unterwegs Richtung Ensheim“. Das konnte nur der F40 von Karl Karrasch sein. So war es dann auch. Was hab ich mich gefreut ! Eine gelungene Überraschung.
Keine 20 Minuten später traf unser zukünftig wohl treuester Teilnehmer ein mit seinem Fendt Favorit 3 und 7 m Bauwagen. Er war donnerstags schon vor Ort und hat sich angekündigt. Nun stand er vor mir. Punkt 20 Uhr trafen dann noch 3 weitere Unimogs von Artur ein. Einer von ihm gelenkt mit einem 411er Huckepack und ein 406er von Jörg gefahren.
Der Abend schien nun was anreisende Schlepper anging besiegelt. Doch um 21:15 Uhr traf noch ein unterwarteter Gast ein. Ein MAN aus Weilerbach bei Kaiserslautern.
Das war dann nun aber wirklich der letzte für den Freitag.
Der offizielle Teil von Ensheim 2009 konnte beginnen !
04.07.09
Eine Nacht die im Grunde keine war…Irgendwann gegen 3 Uhr bin ich mal ins Bett während Danny und Hendrik sich an kleinen Berentzen Fläschchen erfreuten. Von den Mengern war die Musik nachdem ich sie leise drehte als ich für Jürgen nachts noch ACDC dort aufgelegt hatte noch erträglich, bis etwa 5 Uhr. Auf voller Lautstärke dröhnte Techno aus der Anlage 30 m weiter. Welch ein Grauen…irgendwann war dies aber auch vorbei und ich hab tatsächlich bis 8:30 geschlafen. Welch ein Ärgernis, war ich doch sonst immer so früh war. Ich hab mich gefühlt als hätte ich schon die Hälfte vom Tag verpasst….erstmal Frühstück und ab an meinen Posten. 9:20 Uhr der erste Traktor trifft ein, Peter Hinschberger mit seinem Fendt Dieselross F12 und angehängtem Heuwender. 2 Minuten später „bubb bubb bubbbububbb“ ein Hirsch geht bzw. fährt fremd ! So saß Dennis am Lenkrad von Gertrud.
Nach und nach treffen weitere Traktoren ein. Helmut Karmann bringt seinen Porsche Standard per Anhänger und wird gefolgt von Markus mit Franz und Wägelchen sowie noch mal Peter Hinschberger mit dem Fendt Favorit 611. Direkt dahinter Dominik Matheis mit seinem Hanomag R16. Der nächste Lanz in Form von dem D9506 von Roman kommt angebollert und der Morgen geht weiter mit weiteren Traktoren. Diese alle aufzuzählen würde aber den Rahmen meiner kleinen Zusammenfassung hier sprengen
Für 13 Uhr ist ein Kamerateam des Saarländischen Rundfunks angekündigt. Doch die Dreschmaschine muss vorher erstmal mit „Futter“ versorgt werden. Dieses steht noch auf dem Feld ! Also schnell den MAN 2F1 vor Markus’ historischen Anhänger und ab aufs Feld. Dort haben wir dann per Mähbalken einen guten Anhänger voll geerntet und aufgeladen. Die Dreschvorführung konnte beginnen. Als Antrieb diente Dominiks wunderschön patinierter Hanomag R16.
Der Tag schreitet voran und unsere Freunde aus Albessen bei Kusel sowie Rieschweiler bei Pirmasens treffen ein. Es gibt also doch noch Menschen denen Versprechen etwas wert sind !
Der Abend kommt und mit ihm unser letzter erwarteter Gast für den Samstag : Stefan Jung mit seinem seltenen Fahr D460. Vom Sound her haben da auch die Schlüterfans nicht schlecht gestaunt !
Der Samstag Abend ist widererwarten relativ ruhig. Zwar ist um den Bierstand einiges los, aber im Zelt herrscht kaum Betrieb wie auch schon vor 2 Jahren. Das mag zwar schlecht für den Umsatz sein (wobei wir mit dem mehr als zufrieden waren!) aber angenehmer für alle. Hully Gully muss nicht immer sein. Auch unsere Traktorfreunde Bliesgau haben sich ruhig verhalten im Vergleich zum Vorabend bzw. der Nacht und so konnten wir den Abend am Bierstand ausklingen lassen.
Gegen 1 Uhr bin ich dort weg, während Dennis noch eine Weile Dienst machte. Ich wollte derweil noch die Campingstühle an meinem Einweiserplatz holen doch diese waren plötzlich verschwunden ! Die Dreistigkeit mancher Menschen kennt keine Grenzen und so wurden die Stühle geklaut, ebenso wie der Großteil unserer Sonnenschirme….
An den Traktoren fehlte jedoch nichts. Das ist die Hauptsache.
Vielleicht war es auch naiv einen Mike Burda als Nachtwache einzuteilen. Ok, nicht nur vielleicht, es ist so ! Ein großer Fehler wie sich im nachhinein herausstellte.
Aber das gehört jetzt auch nicht hier her…
Bis auf den Terror den besagter Mike an meinem Bauwagen schob verlief die Nacht ruhig und der leider Gottes letzte Tag dieses tollen Treffens konnte kommen.
05.07.09
Nach einer bis auf die beschriebenen Zwischenfälle schon erwähnten verhältnismäßig ruhigen Nacht, war ich diesmal relativ früh auf den Beinen. Das hatte mich gleich gefreut. Nicht dieses späte Wachwerden vom Samstag…
Nunja, es war so kurz nach 6 Uhr glaube ich. Das Frühstück konnte beginnen. Vor dem Vereinsheim nächtigte noch einer unserer Aussteller auf den Bänken. Wie man so schlafen kann ist mir bis heute ein Rätsel und komischerweise liegt jedes Jahr bei uns jemand so da und schläft. Aber mit genug Alkohol am Abend ist das wohl möglich.
Erstmal auf Fototour, solange die Frühstücksdamen noch nicht so weit sind. Das sieht in unserem Fotoalbum zwar immer so aus als wäre bei uns nichts los und immer scheiß Wetter, aber so kann man wenigsten Fotos machen ohne, dass einem ständig jemand ins Bild läuft.
Traktor um Traktor wurde abgeklappert und abgelichtet. Sehr schön.
Meine Batterien neigten sich dem Ende und ich begab mich zurück zum Vereinsheim. Dort war Jörg gerade dabei die Rühreier mit Speck zuzubereiten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging die Arbeit dann aber los. Die Zoppelbude sollte aufgestellt werden. Mit dem kleinen Deutz wurde der Kinderspass an seinen Platz gekarrt und aufgestellt. Mit frischen Batterien ging es dann weiter auf Fototour. Das Wetter war schon weitaus besser geworden. Also die Sonne schien mal. Trocken wars ja samstags schon. Die Sonne brannte da ja schon ziemlich stark.
Glücklicherweise ist es morgens ja bekanntlich nicht so heiß. Das war mir auch ganz recht so, denn ich wusste es würde wieder richtig heiß werden gegen Mittag. Gegen 9 Uhr dann unser erster Gast für diesen Tag. Ein McCormick aus Frankreich.
Nur wenig später ertönte ein ungewöhnliches Motorengeräusch. Da kam doch tatsächlich jemand aus Eschringen auf seinem Rasenmähertraktor angefahren. Gibt schon komische Leute
Er war dann auch sichtlich erleichtert als er endlich absteigen konnte !!
Nun vergingen kaum 10 Minuten in denen kein Traktor kam. Autos kamen mir wie am Fließband entgegen. Ich hatte alle Hände voll zu tun. Große Schilder sind wohl nicht jedermanns Sache…Würden die manche nämlich befolgen wär ich zumindest was die Autos angeht als Einweiser überflüssig. Aber da dem nicht so ist, hat man halt Stress. Doch das macht überhaupt nichts ! Es ist unser Treffen und das macht mir immer Spass. Egal wie.
Im Vergleich zum letzten Mal kamen aber kaum Leute zu Fuß. Lag vielleicht auch an dem heißen Wetter. Da fährt man lieber klimatisiert durch die Gegend als sich körperlich anzustrengen.
Positiv war ich auch von der Menge an historischen Autos überrascht. Wenn auch größtenteils alte Mercedes, aber für mich als 190er Fahrer genau das richtige !
Auf dem Platz vor der Hundehütte steppte der Bär. Während der Frühschoppenzeit war dort oben die Hölle los und der Besucherstrom riss zu unserer Freude gar nicht mehr ab. Ok, teilweise ging es dann am Bierstand schon chaotisch zu, wobei daran auch zu einem großen Teil der blöde Stand schuld ist. Beim nächsten Mal gibt es definitiv wieder einen Wagen !
Der zweite Stand auf der Ausstellungswiese erwies sich als goldrichtige Entscheidung. Auch dort wurden einem die Getränke förmlich aus den Händen gerissen.
Etwas traurig stimmte mich, dass gegen 14 Uhr als der Platz gerade gut gefüllt war, die ersten schon ihre Heimreise antraten. Aber das ist leider auf allen Treffen so. Gegen Nachmittag ist nirgendwo mehr was los. Um 15 Uhr traf unser letzter Schlepper ein. Ein Porsche per Autotrailer. Um 16 Uhr wurde es dann ruhiger auf dem Platz.
Ein paar Runden mit meinen beiden Schleppern waren nun endlich drin. Als ich vom Deutz abstieg kam eine junge Mutter auf mich zu und fragte freundlich ob sie denn mit ihren beiden Jungs mal auf nem Traktor mitfahren dürfte. Na klar.
Es wurde aufs Ross umgesattelt und wir sind eine große Runde über unser Gelände. Sie meinte, dass das der bisher wohl schönste Tag für die kleinen wäre. Sowas freut mich natürlich auch !
Pause hatte ich aber keine. Der Schmotzer wurde von mir gestartet und nach einer Runde über den Platz ging’s Richtung Ormesheim. Nach einer Dreiviertelstunde Wartezeit trafen dann Jörg mit dem MF165 und der Scheibenegge sowie Dominik auf dem MAN 2F1 mit angehängter Dreschmaschine ein.
Wieder zurück in Ensheim gingen die Mogs von Vereinsmitglied Artur auf Heimreise. Mein Dieselross bekam den meinem Ross im Urzustand optisch sehr ähnlichen F24 von Jörg angehängt und Dominik als „Lenker“.
Jörg folgte mit dem MF165 und dem Mähdrescher dran.
Abermals ging es zurück nach Ensheim und glücklicherweise das letzte Mal für diesen Tag.
Es wurde immer ruhiger. Die letzten Pizzen wurden gemacht und belegt mit allem was noch an Resten vorhanden war. Ich hab bei meiner Cousine an der Bar meinen letzten Cocktail geschlürft und das 5. Treffen neigte sich nun wirklich dem Ende. Schade. Nun hieß es wieder 2 Jahre warten.
Doch bevor alles vorbei war, musste noch abgebaut werden. Davon berichte ich Euch im nächsten Teil !
Dreschmaschinenfest in Schwalbach : 24. August 2008
Es ist ja nun doch schon eine weile her. Genauer gesagt fast 4 Wochen. Doch nun melde ich mich endlich auch zu Schwalbach zu Wort, denn ein paar Worte möchte ich doch noch darüber verlieren. Schwalbach sollte nach der positiven Überraschung 2006 in diesem Jahr wieder angefahren werden. Wieder von Samstag Nachmittag bist Sonntag Nachmittag. Carsten, Dominik und ich. Carsten kam zeitlich aber eine Hochzeit dazwischen und so beschlossen Dominik und ich dann sonntags zu fahren, wenn evtl. noch mehr mitfahren würden. Irgendwie blieben wir dann aber doch die einzigen bzw. Carsten wollte bei schönem Wetter nachkommen. Nunja, das Wetter war wohl nicht schön genug, wie ich zuerst zu Carsten sagte, aber er und Freundin Nicole hatten nur ziemlich verschlafen, deswegen kamen sie nich nach wie sich später herausstellte
So packten Dominik und ich es alleine an. Mit Tageseinbruch wollte Dominik in Böckweiler losfahren bzw. sich auf den Weg zu mir nach Hassel machen. Dies verschob sich dann doch noch um eine halbe Stunde, so dass Dominik um 6:30 Uhr losfuhr. Gegen 7:30 war er dann bei mir und es konnte losgehn. Allerdings kamen wir nicht sehr weit…denn uns plagte der Hunger ! So sind wir nach einem kurzen Tankstopp direkt am benachbarten McDonalds hängen geblieben *grins* Dies wäre DIE Gelegenheit gewesen mal durch den McDrive zu fahren, allerdings befürchtete ich dass man uns nicht versteht bei laufendem Motor und so hab ichs sein gelassen. Wir parkten die Traktoren und ich bin dann rein. Von allen Seiten beäugte man mich seltsam wegen meiner “Traktorkleidung für kaltes Wetter” und der Typ der am doofsten glotzte hat natürlich die letzten Cheeseburger gekauft…So mussten alle 5 die ich bestellt hab frisch gemacht werden. Dauerte natürlich seine Zeit…Tja um 8 Uhr morgens ist halt bei Mägges noch kein Hochbetrieb in der Küche
Nachdem wir bei den kalten Temperaturen was warmes im Bauch hatten ging es endlich weiter. Unser weg führte durch St. Ingbert, nach Dudweiler und von dort über den Berg nach Riegelsberg. Dominik’s ursprüngliche Heimat. Somit konnten wir allerhand Schleichwege fahren, welche uns aber aufgrund der schlechten Straßenbeschaffenheit zumindest zeitlich gesehn nicht voran brachten. Aber egal. Irgendwann kamen wir dann auch durch Köllerbach und unser Weg führte über den Sauwasen. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass auf dem Gelände des Sauwasen zu dieser Zeit das wohl größte saarländische Festival in Sachen Rockmusik stattfand, nämlich das Rocco del Schlacko. Aufgrund dieser Veranstaltung begegneten wir Menschen die nicht mehr ganz so am Leben schienen…;-) Geradeaus durchfahren durften wir nicht, also versuchten wir einen Bogen um das Veranstaltungsgelände zu machen. Blöd nur, dass alle Straßen rundherum belagert waren von Autos und Festivalbesuchern. Nachdem die Landstraße also auch nicht mehr weiter führte entschlossen wir uns durch den Wald zu fahren. Aus dem Wald raus gekommen versperrten uns Autos den Weg. Einzige Möglichkeit : rechts, mitten durch eine Dornenhecke hindurch. Zum Glück fuhr Dominik vor und ebnete so etwas die Durchfahrt. Nunja, nun standen wir mitten auf dem Weg der vom Zeltplatz zum Parkplatz führte und es herrschte allgemeine Aufbruchstimmung, d.h. so ziemlich alle Festivalbesucher benutzten diesen Weg und Huschdeguzzje sowie Rösslein tuckerten fröhlich zwischen dieser Horde Scheintoter hindurch. So wirklich bemerkt hat uns der Großteil nicht. Wahrscheinlich waren die noch zu voll dazu *grins*
Wieder auf einer normal befahrbaren Landstraße angekommen war Schwalbach auch schon ausgeschildert. Der Ort war auch sobald erreicht und nun wurde es schwierig, denn das Fest fand auf einem neuen Platz statt den wir nicht kannten. Sogleich bemerkte ich auch, dass Schwalbach größer ist als ich gedacht hatte. Bevor wir nun allerdings Umwege gefahren wären, habe ich Fahr-Freund Stefan angerufen, welcher uns sogleich mit seinem D460 abholen kam. Endlich auf dem Reitplatz angekommen war ich doch recht enttäuscht. Der Platz war verdammt schlammig und naja so Athmosphäre hab ich dort auch vermisst. Ursache für den Platzwechsel war der Heimatverein, welcher meinte mit dem eigentlichen Herr über das Fest Streit anfangen zu müssen und da der Heimatverein alle Adressen der Teilnehmer hatte und diese nicht rausrücken wollte, waren auch kaum Traktoren da. Fand ich sehr sehr schade.
Tatsächlich kam auch ein Freund aus Schwalbach welcher in meiner Klasse ist zum gemeinsamen “Frühschoppen”. Dies war eine halbe Flasche Jim Beam und ne Flasche Cola. Ich blieb aber bei 200 ml von dem Gebräu. Der Rest der Ensheimer (Carsten, Nicole, Markus, Birgit, Frank und Jörg) fanden erfreulicherweise auch noch den Weg nach Schwalbach, allerdings ohne Traktoren. Obwohl das Wetter ja recht schön war und auch blieb.
So gegen 15:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg, welchen wir diesmal durch eine klein wenig abgeänderte Route in weniger als 3 Stunden schaffen wollten und so wurden es etwa 2,5 Stunden bis wir wieder zurück in Hassel waren.
Es war trotz der mageren Beteiligung eine schöne Tour, aber im nächsten Jahr gehts um diese Zeit wieder an die Mosel und mal abwarten wie es in 2 Jahren in Schwalbach ist !
Schleppertreffen in Güdesweiler : 04.-06. Juli 2008
Da war es also, Güdesweiler. Auch wenn es nun doch schon über eine Woche her ist, kann ich mich noch echt gut dran erinnern, denn es wird unvergesslich bleiben. Außerdem ging es in die Geschichte ein, als das erste Treffen auf dem wir übernachtet haben mit so vielen Leuten ! Eine stolze Zahl von 7 Schleppern (davon 6 auf Achse) und 9 mitfahrende Vereinsmitglieder.
Freitag den 4. Juli sollte es endlich losgehen. Treffpunkt war um 16:30 Uhr am Park & Ride Parkplatz Richtung Sengscheid.
Ich konnte den Tag ja kaum erwarten, aber dennoch ließ ich mir Zeit, da ich schon früh wach war obwohl ich Urlaub hatte. Gemütlich gings dann erstmal mit einem 20 Liter Kanister zum Tanken. 13 Liter Diesel hab ich für meine 20 € bekommen, aber bei 1,52 € pro Liter auch kein Wunder…
Dann hab ich den Traktor mit Bauwagen an unser Haus gefahren und den Kanister in meinen Tank geleert. Da stand ich vielleicht 5 Minuten vorm Haus und plötzlich kam ein werter Herr der Stadt St. Ingbert auf mich zugefahren. Er stieg aus, sagte freundlich Guten Tag und ich ebenso. Zunächst dachte ich er würde sich nur für den Traktor interessieren, doch diese Einbildung machte er sogleich zunichte…”Wir haben eben einen Anruf erhalten, dass hier ein Traktor mit Anhänger steht und keiner mehr durch kommt” (das muss man sich mal vorstellen, da ich halb auf dem Gehweg und halb auf der Straße stand
) Nunja und ich solle bitte den Traktor sofort wegfahren. Dies tat ich nachdem mein Tank voll war dann auch. 50 Meter weiter auf den Hasseler Marktplatz. Dass ich dies unserer liebenswerten Frau Nachbarin von gegenüber zu verdanken habe ist mir schon klar
Aber Rache ist süß…
(Anmerkung zum Grund dass sie das noch irgendwie zurück bekommt : am Freitag flatterte ein Strafzettel in höhe von 25 € ins Haus, mit der Begründung “2 Räder auf dem Gehweg”. Alles klar, nächstes mal stell ich mich komplett auf die Straße, aber dann ist vielleicht noch ein Meter Platz zu den Autos auf der anderen Straßenseite…wie die wollen !!!)
Wie dem auch sei, ich sollte mich nicht so viel aufregen, denn solche Menschen haben keine Beachtung verdient, höchsten VERachtung.
So hab ich dann für jede Kleinigkeit die ich noch vergessen hatte zum Bauwagen laufen müssen, nachdem ich die Sachen aus meinem Auto hingefahren hab und den Grill mit Holz usw. auf unseren kleinen Anhänger packte und den zum Bauwagen schob.
Es war noch so viel Zeit und ich wäre am liebsten schon losgefahren, musste mich aber noch eine weile Gedulden. Gegen 15:40 war meine Geduld dann aber am Ende und ich habe mich auf den Weg zum P+R Parkplatz gemacht. Da dieser nicht weit von Hassel weg ist, war ich nach 25 Minuten schon dort. Nun hieß es warten. Um 16:19 kam ein Anruf von Birgit, dass sie nun gleich losfahren. Kurz darauf kam auch schon Carsten.
Die Ensheimer trafen dann um 16:50 Uhr ein. Birgit, Markus, Astrid und Roman. Nun waren wir vollzählig und nachdem wir von Roman eine genaue Routenbeschreibung bekamen konnte es losgehen. Überraschenderweise die Großanhängerfraktion in Form von Carsten und mir voraus, wobei ich wieder als Erster fuhr.
Unsere Fahrt führte uns dann zunächst durch St. Ingbert. Stadtausgang Richtung Spiesen-Elversberg ging dem Dieselross dann ganz schön die Puste aus und Carsten erstickte fast schon hinter mir
Da hat sich der Auspuff mal schön frei geblasen.
In Spiesen-Elversberg dann der nächste Berg zum Zurückschalten. Über Heinitz ging es dann nach Neunkirchen, zumindest für Carsten und mich, denn der Rest verirrte sich irgendwo auf dem Weg nach Heinitz. Bis Roman wieder alle beisammen hatte waren 15 Minuten rum. Da standen Carsten und ich schon kurz vor Sinnerthal ![]()
Über Landsweiler-Reden, Schiffweiler, Remmesweiler, Stennweiler, Mainzweiler und Oberlinxweiler ging es ohne weitere Probleme nach St. Wendel bzw. durch.
In Bliesen waren Dieselross und MF wieder mit Vorsprung und so nutze ich dies um an der Tankstelle noch Batterien zu kaufen. Nun waren die anderen auch wieder hinter uns.
Oberthal. Der einzige Ort mit Baustelle bzw. Ampelregelung an einer Baustelle. So kamen Carsten und ich noch drüber, doch die anderen mussten ewig warten, genau wie wir vorher auch…
Gemerkt haben wir dies dann auch erst in der Straße zum Treffen in Güdesweiler, so dass wir dort nochmal 10 Minuten warteten, um gemeinsam einzutreffen.
Da es nun schon recht spät war, 20 Uhr um genau zu sein waren wir dann natürlich von allen bemerkt worden und hatten plötzlich jede Menge Zuschauer. Sogleich kam auch der Vorsitzende der Güdesweilerer und wies uns einen Platz zu. Nachdem wir uns dagegen aber etwas sträubten wählten wir doch die zuvor überlegte Variante, nämlich den Hang gegenüber. Dort gings zwar recht steil hinauf, aber im kleinen Gang sollte auch dies möglich sein und so war es aus.
Carsten lud zunächst noch den Steyr ab, bevor es mit dem MF und Ladewagen den Hang hinauf ging.
Der Vorstand fands klasse dass wir uns da noch getraut haben und versorgte uns sogleich mit Strom. Echt super ![]()
Nach dem “entspannen” während der Fahrt begann für unsere Zelter nun die Arbeit. Besonders bei Markus und Birgit, da das Zelt zum ersten Mal aufgebaut wurde. Wir hatten unseren Spass und die beiden auch ![]()
Der Grill wurde auch sogleich angefeuert nachdem ich meinen Bauwagen ausgeräumt und standfest gemacht hatte. Nach dem Essen haben wir uns noch eine Weile unterhalten und viel gelacht und so ging gegen Mitternacht der erste Tag des “Abenteuer Güdesweiler” zu Ende.
Samstag morgen, 6:30 Uhr. Wie so auf Treffen üblich war ich also wieder verdammt früh wach. Dennoch fühlte ich mich noch lange nicht wach und hab mich nochmal rumgedreht. Genau eine Stunde später war ich wieder wach und hörte draußen schon Roman und Markus. Also konnte ich auch aufstehn
Die Nacht war trotz der Kälte wunderbar und mit einem guten Frühstück starteten wir den Samstag. Gesättigt ging es sogleich in die Anmeldung, wo zwar noch niemand saß, aber Zettel lagen genug dort und so haben wir diese halt schon ausgefüllt.
Morgens, halb 10 in Güdesweiler hieß es dann, als Birgit ihre Solardusche zum Haarewaschen testete.
Markus machte sich im Anschluss mit Startschwierigkeiten von Franz und Birgit, Astrid und deren Kinder Laura und Marco auf den Weg zum einkaufen nach Bliesen.
Carsten und ich drehten derweil erstmal ne Runde um den Fischweiher, wo ich den gleichen Bauwagen fand, wie ich ihn habe.
Um 13 Uhr traf dann endlich Kumpel Danny ein. Welcher zunächst falsch fuhr, doch mit Birgit’s mitgebrachtem Megaphon hatten wir ihn ganz schnell auf uns aufmerksam gemacht ![]()
Wie so üblich beschäftigten wir uns den restlichen Tag mit essen und Schlepper anschauen. Um 20 Uhr wurde meine Freundin dann noch von ihrer Mutter gebracht und einen Besuch von Dominik und seiner Freundin gabs auch noch.
Nach einem nicht so langen Abend und einer glücklicherweise nicht ganz so kalten Nacht war es um 7:20 Uhr aber doch wieder an der Zeit zum aufstehen.
Ein gutes Frühstück eröffnete den letzten Tag für uns in Güdesweiler. Dies macht mich irgendwie immer traurig, wenn der letzte Tag anbricht. Da herrscht meist so eine allgemeine Aufbruchstimmung ![]()
Man sollte auch nicht für möglich halten, was da noch an Schleppern kam. Plötzlich stand der ganze Berg voll mit Traktoren bis zu unserem Fahrerlager am Ende der Wiese. Massenweise Menschen, auch am Fahrerlager, da wir direkt am Fußweg zum Treffen campierten. ![]()
Zum Mittagessen wurde natürlich wieder gegrillt, ähm pardon, natürlich GESCHWENKT !
Doch damit brach auch schon das Abbauen an und meine Freundin wurde abgeholt. Die Zelte wurden wieder eingepackt und auch ich machte den Bauwagen so langsam abreisefertig. Der Himmel zog sich immer weiter zu und Schlussendlich regnete es auch noch ein wenig. Das war der Startschuss zur Abfahrt für uns. Bevor wir auf dem Treffen nass werden können wir auch fahren und unterwegs nass werden
Etwas zum unterstellen/ drunter setzen hatten wir ja nun auch nicht mehr.
Der Hang den wir freitags rauf fuhren war durch den kurzen Regen samstags Abends auch schon aufgeweicht und somit mir nicht mehr ganz so geheuer.
Danny und ich wählten dann einen Waldweg welcher zwar erstmal noch bergauf ging, aber dann über geteerte Straßen wieder runter. Das war schon wesentlich besser. Wobei ich da auch wieder merkte, dass meine Bremsen mit Bauwagen nix mehr bremsen…Das muss unbedingt in Angriff genommen werden, wird ja nicht die Welt kosten.
Güdesweiler raus dachte ich schon dass ich auf die anderen warten müsste, doch Ortsausgang standen schon alle bereit und warteten nur auf mich. Ich fuhr dann wie freitags schon voraus und diesmal fanden alle den Weg zurück nach Hause.
In Schiffweiler gabs dann nen ziemlich lauten Schlag und ich dachte schön der Bauwagen hätte sich selbstständig gemacht…Zurück am P+R Parkplatz sah ich dann aber was es war…der untere Teil meines rechten Fensters war auseinander gefallen und in den Bauwagen rein. War halt doch schon ziemlich faul ![]()
Nachdem wir uns alle voneinander verabschiedet hatten und uns alle einig waren, dass es eine schöne Tour und ein super Wochenende war und wir das unbedingt wiederholen wollen ging es für jeden dann in seine Richtung nach Hause.
Ich will mich an dieser Stelle nochmal recht herzlich bei allen Mitfahrern und denen die uns besucht haben bedanken. Es war ein super Treffen mit Euch und ich bin froh dass Birgit und Markus auch endlich bei einem “Übernachtungstreffen” dabei waren, nicht zuletzt durch die Chemietoilette
Bis zum nächsten Mal
Gruß Nils
